Lerntypen: so lernst du am effektivsten!

Du willst effektiv lernen und deine Zeit effizient nutzen? Du merkst, dass du in manchen Seminaren besser mitkommst als in anderen? In deiner Lerngruppe gibt es unterschiedliche Herangehensweisen? Das ist kein Wunder. Es gibt verschiedene Lerntypen! Manche lernen schneller über das Lesen, andere über das Zuhören. Es gibt „Macher“ und Menschen, die diskursiv agieren.

Wissenschaftlich lassen sich 4 Lerntypen als Grundschemata erkennen. Es ist sinnvoll, festzustellen, zu welchem Lerntyp du gehörst: Leicht kannst du die beste Methode für dich finden, um schnell und nachhaltig zu guten Lernergebnissen zu kommen. Wie heißen die 4 Lerntypen nun?


 

Die 4 Lerntypen: Zu welchem gehörst du?

Beobachte dich beim Lernen. Wann merkst du dir besonders viel? Wenn du einen Vortrag, eine CD oder ein Hörspiel hörst? Dann gehörst Du zu den auditiven Lerntypen und kommst im Unterricht bestimmt gut mit. Oder weißt du nach einem Film alle Fakten und siehst Tafelbilder nach Wochen noch vor dir? Wer sich Zusammenhänge über bildhafte Darstellungen erschließt, gehört zum visuellen Lerntyp. Musst du alles im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“? Dann bist du den motorischen Lerntypen zuzuordnen. Wer sich Lernstoff nach Diskussionen gut merkt, gehört zum kommunikativen Lerntyp.

1. Der auditive Lerntyp

Als auditiver Lerntyp lernst du am besten über das Hören. Du nimmst leicht Informationen über Vorträge auf und kannst das Gehörte gut abspeichern und wiedergeben. Wenn du für dich allein lernst, führst du Selbstgespräche oder liest dir Texte halblaut vor. CDs und Hörbücher unterstützen dich beim Lernen. Das Gros der Jungen bis zu 10 Jahren gehört in der Regel nicht zum auditiven Lerntypus. Ihre Gehirnstrukturen sind im Grundschulalter anders entwickelt als die der Mädchen. Ab der Pubertät kommt es durch die Neustrukturierung der neuronalen Verbindungen zu einem Ausgleich.

5 Lerntipps für auditive Lerntypen

  1. Besuche Vorträge oder schau dich im Internet nach Vorträgen zu deinen Themen um.
  2. Kaufe dir Hörbücher oder entleihe sie. Entwickle selbst Hörbücher aus deinem Lernstoff und nimm sie auf, um sie wiederholt anzuhören.
  3. Lies dir deinen Lernstoff laut vor und wiederhole halblaut deine Lernsätze.
  4. Probiere, deinen Lernstoff zu singen. Es gibt im Englischen viele Lieder zu wissenschaftlichen Thematiken. Das kann dir helfen, dich zu erinnern.
  5. Lass dir vorlesen oder nutze Apps zum lauten Memorieren und Nachsprechen, so lernst du effizient und nachhaltig.

2. Der visuelle Lerntyp

Alles, was du sehen kannst, spricht dich als visuellen Lerntypen an. Arbeitest du im Seminar oder im Unterricht mit Bildern, Videos, Tabellen und grafischen Darstellungen, hast du die richtigen Medien für dich gefunden. Als visueller Lerntyp erfasst Du Wissen über Bilder. Visualisierungen helfen Dir, langfristig Fakten, Abläufe und Details im Gehirn zu speichern. Power-Point-Präsentationen sind perfekt für dich: Du arbeitest Wissen und Abläufe visuell auf und kannst die Bilder später vor deinem inneren Auge aufrufen. Beim schriftlichen Erfassen helfen dir gut strukturierte Aufzeichnungen.

5 Lerntipps für visuelle Lerntypen

  1. Eine angenehme, geordnete Umgebung unterstützt dich beim Lernen, denn du nimmst Unordnung bewusster wahr.
  2. Alle Lerntechniken, die grafisch basiert sind, unterstützen dich beim Lernen: Power-Point-Präsentationen, Folien, Tafelbilder, grafische Darstellungen helfen dir, den Lernstoff zu behalten.
  3. Arbeite mit Markern und Farbstiften.
  4. Lernposter sind perfekt für dich. Du kannst sie zu vielen Themen kaufen. Wenn du sie selbst erstellst, ist der Lerneffekt noch größer.
  5. Lernkarten mit bildlichen Darstellungen oder Karteikarten in unterschiedlichen Farben zu Themen und Unterthemen unterstützen dich beim Verstehen und Einprägen des Lernstoffs.

3. Der motorische Lerntyp

Ein motorischer Lerntyp lernt mit und durch Bewegung. Das sprichwörtliche „Learning by Doing“ hilft dir, Fakten, Sachverhalte und Abläufe abzuspeichern. Experimente merkst du dir gut. Alles, was sich praktisch umsetzen lässt, behältst du im Gedächtnis. Jungen im Grundschulalter sind oft motorische Lerntypen, viele bleiben es über die Pubertät hinaus. Das Begreifen verläuft bei motorischen Lerntypen tatsächlich auf haptischem Wege. Über eigene Erfahrungen lernen sie am besten. Doch schon das Aufschreiben und Zeichnen als Vorgänge, können dir helfen, besser und effizienter zu lernen.

5 Lerntipps für motorische Lerntypen

  1. Versuche, Lernthemen in praktische Handlungen wie Experimente oder Rollenspiele umzusetzen. Das Lernen wird damit zur Erfahrung.
  2. Nicht jeder Lernstoff ist in jeder Situation praktisch nachvollziehbar, doch du kannst jeden Lernstoff mit Bewegung verbinden. Lerne beim Joggen oder Basteln. Du schaffst eine entspannte Lernsituation und kannst die Fakten später gut abrufen.
  3. Die Loci-Methode kann ein Weg für motorische Lerntypen sein. Verbinde reale Orte, an denen du vorbeikommst, mit Fakten. Du erinnerst dich später an deine Bewegung, den Ort und den Lernstoff.
  4. Nutze Lernpausen, um dich zu bewegen.
  5. Abstraktem Wissen liegen praktische Erfahrungen zugrunde. Versuche, dir diese Erfahrungen über Bewegung zu erschließen.

4. Der kommunikative Lerntyp

Lernst du im Gespräch? Als kommunikativer Lerntyp steigst du schnell in Diskussionen ein. Lernen auf kommunikativer Basis spricht dich an. Im Dialog erwirbst und festigst du dein Wissen. Du stellst gerne Fragen und wünschst den Austausch. Teamarbeit bevorzugst du. E-Learning ohne dialogische Funktionen fällt dir schwer. Allein durch Lesen erwirbst du nicht viel neues Wissen. Bei reinen Frontalvorträgen musst du dich sehr konzentrieren, in Diskussionsrunden fühlst du dich wohl und kannst dein Potenzial ausbauen. Präsenzseminare, Lern- und Chatgruppen zu Fachthemen, die einen Gedankenaustausch ermöglichen, sprechen den kommunikativen Lernkanal an.

5 Lerntipps für kommunikative Lerntypen

  1. Nutze jede Form des Question & Answer. Um der dialogischen Form nahezukommen, kannst du stille Dialoge mit dir selbst entwickeln oder aufschreiben.
  2. Sprich mit Fachfremden und versuche, dein Thema verständlich zu erläutern, indem du Fragen beantwortest.
  3. Plan- und Rollenspiele unterstützen deinen kommunikativen Stil. Du kannst dabei selbst in verschiedene Rollen schlüpfen und unterschiedliche Positionen einnehmen.
  4. Führe innere Selbstgespräche als Dialog und nimm verschiedene Positionen ein. Diese Strategie kennst du aus dem Diskussionstraining.
  5. Ein Debattierklub bietet dir gute Möglichkeiten, um in Themen einzusteigen, oder Wissen zu vertiefen.

Zwei unbekannte Sonderfälle, die du unbedingt kennen musst!

Du findest dich in den 4 Lerntypen nicht wieder? Welche Lerntypen gibt es noch? Die genannten Lerntypen basieren auf wissenschaftlichen Erhebungen, die standardisiert wurden. Es gibt noch zwei weitere Gruppen.

Der personenorientierte Lerntyp

Du hast Lieblingslehrer, bei denen du alles behältst und deine Leistung steigerst. Sympathie ist für dich ausschlaggebend.

Der medienorientierte Lerntyp

Computer und Internet sind deine idealen Sparringspartner. Du lernst mit technischen Geräten und audiovisuellen Medien am besten.

Klartext: Mischtypen sind die Wirklichkeit

Die genannten Lerntypen resultieren aus der Auswertung wissenschaftlich erhobener Daten. Sie haben Modellcharakter. Individuell treten Mischtypen beim Lernen auf. Innerhalb einer Bildungsbiografie kann sich der Lerntyp wandeln. Jungen sind häufig zunächst motorische Lerntypen. Das hängt mit ihrer neuronalen Struktur zusammen, die sich nach der Pubertät ändert. Aus jedem Modell ergeben sich Lernmethoden, die zu einem zielgerichteten, effektiven und effizienten Lernen beitragen.

Die wichtigsten Fragen zum Thema Lerntypen

Bei der Analyse des eigenen Lernens und der Frage nach dem Typus steht der geeignete Lernstil, mit dem sich langfristig die bestmöglichen Ergebnisse erzielen lassen, im Fokus.

[ctu_ultimate_oxi id=“11″]

Scroll to Top

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen